Vasotop

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Kauf Vasotop

Einführung

Präsentation

 

Vasotop 1.25 mg palatabile Tabletten mit Bruchrille. Jede Tablette enthält 1.25 mg Ramipiril.

Vasotop 2.5 mg palatabile Tabletten mit Bruchrille. Jede Tablette enthält 2.5 mg Ramipiril und 0.5 mg gelbes Eisenoxid (E 172).

Vasotop 5 mg palatabile Tabletten mit Bruchrille. Jede Tablette enthält 5 mg Ramipiril und 0.25 mg rotes Eisenoxid (E 172).

Verwendung

Zur Behandlung von kongestiver Herzinsuffizienz (Dekompensationsgrade II - IV gemäss NYHA*), auch in Kombination mit dem Diuretikum Furosemid (z.B. Dimazon®) und/oder den Herzglykosiden Digoxin oder Methyldigoxin und dem Xanthinderivat Propentofyllin (z.B. Karsivan®).
* Dekompensationsgrade gemäss New York Heart Association

Dosierung & Verabreichung

Dosierung / Anwendung

Zur oralen Verabreichung.

Hunde:
Die therapeutische Dosis beträgt 0.125 mg Ramipril pro kg KGW einmal täglich.
Dosierungsvorschlag (Standard-Dosis 0.125 mg/kg/Tag)

Hund
KGW
0.625
mg
1.25
mg
2.5
mg
5
mg
10
mg
1.5 - 3 kg½    
4 - 7 kg1½   
8 - 14 kg 1½  
15 - 29 kg  1½ 
30 - 49 kg   1½
> 50 kg    1

Die Behandlung sollte immer mit dieser niedrigsten empfohlenen Dosis begonnen und nur bei Ausbleiben des Therapieerfolges erhöht werden. Je nach Schweregrad der pulmonalen Stauung bei Patienten mit Husten bzw. Lungenoedem besteht die Möglichkeit, nach 2 Wochen die Dosis auf eine einmal tägliche Gabe von 0.25 mg je kg KGW zu erhöhen.
Bei Hunden, die gleichzeitig Vasotop® P und Furosemid erhalten, kann die Dosis des Diuretikums reduziert werden und dennoch der gleiche diuretische Effekt wie bei Behandlung mit Furosemid alleine erzielt werden.

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Gegenanzeigen, Warnungen, etc.

 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Nicht anwenden bei Hunden mit dynamisch relevanten Gefässstenosen (z.B. Aortenstenose, Mitralstenose) oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie.

Anwendung während der Trächtigkeit und der Laktation
Mit der Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation liegen bisher keine Erfahrungen vor. Deshalb sollte Vasotop® P vorsichtshalber bei trächtigen und laktierenden Tieren nur nach strenger Indikationsstellung verabreicht werden.

Vorsichtsmassnahmen

Hunde:
Bei Auftreten von Apathie oder Ataxie während der Behandlung mit Vasotop® P (mögliche Anzeichen von Hypotonie) sollte das Arzneimittel abgesetzt und die Behandlung nach Abklingen der Beschwerden mit der Hälfte der ursprünglichen Dosis wieder aufgenommen werden.
Die Anwendung von ACE-Hemmern bei Hunden mit Hypovolämie/Dehydratation (z.B. infolge hoher Gaben eines Diuretikums, Vomitus oder Diarrhoe) kann zu akuter Hypotonie führen. In solchen Fällen sollte zunächst der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ausgeglichen und die Behandlung mit Vasotop® P bis zu dessen Stabilisierung abgesetzt werden.
Bei Patienten mit hohem Hypovolaemie-Risiko sollte die Behandlung mit der Hälfte der normalen Dosis Vasotop® P begonnen und in der ersten Woche allmählich gesteigert werden.
1 - 2 Tage vor und nach Beginn der Behandlung mit ACE-Hemmern sollte die Hydrierung und die Nierenfunktion des Hundes überprüft werden. Dies ist auch erforderlich nach Dosis-Erhöhung oder bei gleichzeitiger Verabreichung eines Diuretikums.
Bei Hunden mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen sollte ein ACE-Hemmer nur nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. Bei Hunden mit Nierenerkrankungen sollte die Nierenfunktion während der Therapie mit Vasotop® P überwacht werden.

 

Wechselwirkungen

Sowohl Diuretika als auch natriumarme Diät potenzieren die Wirkung von ACE-Hemmern durch Aktivierung des RAAS. Hohe Diuretika-Dosen sowie natriumarme Diät sollten deshalb während der Gabe von ACE-Hemmern nicht verabreicht werden, um Hypotonie (mit Symptomen wie Apathie, Ataxie, selten Synkope oder akutes Nierenversagen) zu vermeiden.
Gleichzeitige Gabe von Kalium oder K+-sparenden Diuretika ist wegen der Gefahr einer Hyperkaliämie zu vermeiden.

Pharmazeutische Vorsichtsmaßnahmen

Nicht über 25°C lagern. Vor Feuchtigkeit schützen. Dose nach Öffnen wieder gut verschliessen, Trockenmittel nicht entfernen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Verpackung

Für alle Tablettenstärken:

Schachteln mit 1 x 28, 3 x 28 und 6 x 28 palatabilen Tabletten mit Bruchrille.

Mehr Infomormationen

 

Ramipril wird nach oraler Verabreichung im Gastrointestinaltrakt schnell und vollständig resorbiert und in der Leber zum aktiven Metaboliten Ramiprilat hydrolysiert. Ramipril wird in der Leber durch Esterasen zu seinem aktiven Metaboliten Ramiprilat hydrolysiert. Ramiprilat hemmt das Enzym Dipeptidyl-carboxypeptidase I, auch Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE) genannt. Dieses Enzym katalysiert im Blutplasma und in den Endothelien die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II sowie den Abbau von Bradykinin. Da Angiotensin II stark vasokonstriktorisch, Bradykinin hingegen vasodilatorisch wirkt, führt die verminderte Bildung von Angiotensin II sowie die Hemmung des Bradykinin-Abbaus zu Vasodilatation. Darüber hinaus bewirkt Plasma-Angiotensin II die Freisetzung von Aldosteron (im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System - RAAS). Durch Ramiprilat wird daher auch die Aldosteron-Sekretion vermindert. Dies führt zu einem Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration und zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium und Wasser.
Die Hemmung des Enzyms ACE im Gewebe vermindert lokal Angiotensin II, insbesondere im Herzmuskel, und steigert dort auch die Bradykinin-Wirkung. Angiotensin II stimuliert die Zellteilung glatter Muskelzellen, während Bradykinin die Proliferation glatter Muskelzellen hemmt. Diese beiden synergistischen Effekte vermindern myotrophe Faktoren und reduzieren deutlich die Proliferation glatter Muskelzellen in Herzmuskel und Gefäßwänden.
Ramipril verhindert die myogene Hypertrophie bei kongestiver Herzinsuffizienz erheblich und vermindert den peripheren Gefäßwiderstand. Die mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD = chronic kidney disease) als Reaktion auf die eingeschränkte Nierenfunktion einhergehende Aktivierung des RAAS bewirkt hauptsächlich eine Konstriktion der efferenten Arteriole und führt zu glomerulärem Hochdruck sowie Hyperfiltration. Dies wiederum erhöht die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) der verbleibenden Nephronen. Chronische Aktivierung dieses Mechanismus hat schädliche Langzeitfolgen wie glomeruläre Fibrose, Glomerulosklerose und chronische tubulo-interstitielle Entzündung, was zu weiterem irreversiblem Verlust der Nierenfunktion und allmählich zum Endstadium der Niereninsuffizienz führt. Bei stabiler chronischer Niereninsuffizienz bewirkt die Blockade des RAAS mit Ramiprilat die Verbesserung der Nierendurchblutung und wirkt auf lange Sicht nephroprotektiv.

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